Der Thailand-Reiseführer
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Das Wat Weluwanaram liegt nur 8 Kilometer vom Flughafen Don Mueang entfernt. Es ist ein Tempel, der bei ausländischen Touristen noch relativ unbekannt ist, aber dank seiner Naga-Höhle, über die immer mehr Videos in den sozialen Medien kursieren, langsam an Popularität gewinnt. Aus meiner Sicht ist es kein absolutes Must-see auf der Liste Ihrer Sehenswürdigkeiten in Bangkok.
Der Tempel wurde um 1901 unter der Herrschaft von König Rama V. gegründet. Ursprünglich hieß er Wat Kok, bevor er den Spitznamen Wat Phai Khiao erhielt, was übersetzt „Tempel des grünen Bambus“ bedeutet – zurückzuführen auf die vielen Bambuspflanzen auf dem Gelände. Sein heutiger Name, Weluwanaram, leitet sich vom Pali-Wort Veluvana ab, was Bambuswald bedeutet. Lange Zeit blieb der Tempel vor allem eine lokale Kultstätte, die von den Einwohnern des Viertels Don Mueang besucht wurde. Später wurde ein Chedi gebaut, in dem ein Raum zu einer künstlichen Naga-Höhle umgestaltet wurde, die von sich behauptet, die erste Naga-Höhle in Bangkok zu sein. Heute ist sie die Hauptattraktion des Tempels und zieht sowohl ausländische Besucher als auch Einheimische an. Inspiriert von den mystischen Heiligtümern Nordostthailands, besticht sie durch ihre farbenfrohe Lichtstimmung und natürlich durch die riesigen Naga-Schlangen, die sich um die Säulen wickeln. Das beeindruckendste Element ist eine gewaltige, 108-köpfige Naga, die Ananta Nakarat darstellt. Die Atmosphäre ist mystisch und ein bisschen märchenhaft; es stimmt schon, dass es schön und für Bangkok außergewöhnlich ist. Dennoch lohnt es sich (besonders bei einem ersten Bangkok-Aufenthalt) vielleicht nicht, extra aus dem Zentrum von Bangkok anzureisen (wie das geht, erkläre ich weiter unten), da es noch so viele andere Orte zu entdecken gibt. Zudem ist die Höhle, wie gesagt, künstlich und kleiner, als es in den Instagram-Videos den Anschein hat.
Nagas sind heilige mythologische Kreaturen, die im Buddhismus und im Volksglauben Südostasiens eine sehr wichtige Rolle spielen. In Thailand werden sie meist als gigantische, heilige Schlangen – manchmal mit mehreren Köpfen – dargestellt, die Schutz und Wohlstand bringen. Es gibt viele Legenden, die sie begleiten, besonders im Isan, der nordöstlichen Region Thailands. Eine dieser Legenden besagt, dass der Naga-König Mucalinda den Buddha während eines Unwetters beschützte, indem er seine vielen Köpfe wie einen Schirm über ihm ausbreitete. Diese Szene sieht man häufig auf Buddha-Statuen dargestellt.
Über der Höhle befindet sich ein Chedi. Man kann allerdings nur auf die Plattform hinaufsteigen, die keine sonderlich spektakuläre Aussicht bietet. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt der ursprüngliche Tempel mit seiner Ordinationshalle. Sie beherbergt einen großen, goldenen Buddha inmitten von vier Wänden mit farbenprächtigen Wandgemälden. Diese verstecken ein kleines Suchspiel: Finden Sie die 6 Superhelden (na ja, 5 Superhelden und Doraemon), die auf einem Plakat am Eingang abgebildet sind.
Eintritt frei
Die Naga-Höhle des Wat Weluwanaram ist täglich von 8:30 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Wat Weluwanaram zu gelangen, nimmt man am einfachsten die RED LINE bis zur Station Don Mueang (oder alternativ einen Zug vom Bahnhof Hua Lamphong, was nur 5 THB kostet, aber diese fahren deutlich seltener) und nimmt von dort aus ein Motorrad-Taxi (60 THB) oder bestellt sich ein Taxi bzw. einen Fahrdienst über die GRAB-App (oder eine ähnliche App), was etwa 100 THB kostet.
Der Wat Weluwanaram (Bangkok Naga Cave) ist ein Tempel und wenn man einen Tempel in Thailand besucht, gibt es einige Regeln, die man kennen und respektieren muss. Bedeckte Schultern und Knie, keine tief ausgeschnittenen Oberteile oder leicht transparente Outfits. .